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  • Polnische Gäste erleben Blutfreitag

    Polnische Gäste erleben Blutfreitag

    🇵🇱

    Zu Gast am Blutfreitag war in diesem Jahr erstmals auch eine Delegation aus Niepołomice. Seit vielen Jahren ist Weingarten freundschaftlich mit der polnischen Stadt verbunden.

    Nachdem im Herbst vergangenen Jahres eine Delegation aus Weingarten nach Polen gereist war, erfolgte nun der Gegenbesuch.

    Mit dem Verkauf eines Weingartener Feuerwehrfahrzeugs an die Stadt Niepołomice fing vor rund 20 Jahren alles an. Es kam zu verschiedenen Begegnungen der Verwaltungen, der Feuerwehren und auch zu einer Informationsfahrt des Weingartener Gemeinderats und Jugendgemeinderats nach Niepołomice.

    Nach einer längeren Pause nahmen beide Stadtverwaltungen die Beziehungen 2024 wieder auf. Auf Einladung der Stadt Niepołomice reiste eine kleine Weingartener Delegation zum Festival „Felder des Ruhms“ nach Niepołomice. Da die Gäste eine große Herzlichkeit und Gastfreundschaft erfahren durften, freute man sich in Weingarten sehr auf den Gegenbesuch am Blutfreitag.

    Die sechsköpfige Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters Piotr Krupa erlebte die Blutfreitagsfeierlichkeiten voller Begeisterung und bei bestem Wetter. Um das Wohl der Gäste kümmerten sich auch die Mitglieder des Deutsch-Polnischen Freundeskreis, insbesondere Bertram Nold und Theresa Schliwa. Ziel der Begegnung war auch, weitere Begegnungen und Austausche in den beiden Städten zu realisieren. Ein digitales Treffen der beiden Jugendgemeinderäte ist bereits in der Planung.

    Text und Bild: Marion Erne

  • Mantuaner kommen zum Blutritt nach Weingarten

    Mantuaner kommen zum Blutritt nach Weingarten

    🇮🇹

    Zum Blutfreitag ist in diesem Jahr wieder eine Delegation aus der italienischen Partnerstadt Mantua angereist. Verbindet die beiden Städte doch eine lange Geschichte. So stammt die Heiligblut-Reliquie aus Mantua und wurde vor gut 1000 Jahren dem Kloster Weingarten geschenkt.

    Zum zweiten Mal besuchte der Mantuaner Bischof, Marco Busca, den Blutfreitag mit einer Gruppe Jungpriestern. Der Vizebürgermeister, Giovanni Buvoli, reiste an. Dazu Mitglieder der Compagnia del Preziosissimo Sangue und langjährige Mantuaner Freunde und Förderer der Partnerschaft. Da sind zu nennen: Gian Mario Mozzanega und Monsignore Don Gian Carlo Manzoli. Beim Begrüßungsessen betonten Clemens Moll, Oberbürgermeister von Weingarten, wie sein Kollege aus Mantua die Einzigartigkeit dieser Partnerschaft und ihre Wichtigkeit für ein vereintes Europa zumal in Zeiten wie diesen.

    Wieder ritten Cavalieri aus Mantua beim Blutritt mit, darunter der Präsident der l’Associazione Mantova- Weingarten, Pellegrino Sereni.

    Viele Gelegenheiten des Austausches boten sich rund um die Feierlichkeiten. Am Nachmittag des Blutfreitags reiste die Gruppe nach Bad Schussenried und Steinhausen, wo Bibliothek und Kirche besichtigt wurden.

    Zum Abschied des Besuches am Samstag lud der Freundeskreis Mantua wieder zum großen Arrivederci in den europabeflaggten Stadtgarten ein, dieses Mal mit Beteiligung der polnischen Delegation aus Niepolomice. Eine Stadt nahe Krakau, mit der Weingarten auch freundschaftliche Beziehungen pflegt.

    Text: Margret Welsch

  • Sprachkurse Italienisch

    Sprachkurse Italienisch

    Italienischsprachkurse an der VHS Weingarten mit Rosella Guandalini

    Im Sommersemester fanden in Kooperation mit dem Freundeskreis Mantua-Weingarten drei Italienischsprachkurse mit der Austauschdozentin Rossella Guandalini aus der Partnerstadt Mantua statt (vom 30.06. bis 01. Juli). Frau Guandalini bot einen Kurs für Anfänger*innen mit geringen Vorkenntnisnissen, einen Konversationskurs B1/ B2 und einen speziellen Grammatikkurs B1/ B2 an.

  • Stadtrundgang in Mantua

    Stadtrundgang in Mantua

    Mantua ist eine wunderschöne Stadt in der Lombardei, Italien, die für ihr reiches kulturelles Erbe und ihre Renaissance-Architektur berühmt ist. Ein Stadtrundgang durch das Zentrum von Mantua könnte wie folgt aussehen:

    1. Piazza Sordello: Beginnen Sie Ihren Rundgang an diesem zentralen Platz, der von historischen Gebäuden umgeben ist. Hier finden Sie den Dom von Mantua (Duomo di Mantova), der der Heiligen Petrus und Paulus geweiht ist. Der Platz ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um die Atmosphäre der Stadt zu genießen.
    2. Palazzo Ducale: Dieser imposante Palast war einst die Residenz der Gonzaga-Familie, die Mantua während der Renaissance regierte. Der Palast beherbergt heute mehrere Museen und die berühmte Camera degli Sposi, die mit Fresken von Andrea Mantegna geschmückt ist.
    3. Castello di San Giorgio: Ein Teil des Palazzo Ducale-Komplexes, diese Burg ist ein weiteres wichtiges Bauwerk. Sie beherbergt die berühmte Camera degli Sposi, ein Meisterwerk der Renaissance-Kunst.
    4. Basilika Sant’Andrea: Diese prächtige Kirche ist eines der bedeutendsten religiösen Bauwerke der Stadt. Sie wurde von Leon Battista Alberti entworfen und beherbergt das Grab des Heiligen Andreas sowie wertvolle Kunstwerke.
    5. Piazza delle Erbe: Dieser lebendige Platz ist das Herz des städtischen Lebens in Mantua. Hier finden Sie einen Markt, der seit dem Mittelalter besteht. Der Platz ist von historischen Gebäuden umgeben, darunter der Uhrturm (Torre dell’Orologio) und die Rotonda di San Lorenzo, eine der ältesten Kirchen der Stadt.
    6. Palazzo della Ragione: Am Rande der Piazza delle Erbe gelegen, ist dieses mittelalterliche Gebäude ein weiteres wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Es beherbergt heute das Stadtmuseum und bietet einen Einblick in die Geschichte von Mantua.
    7. Te Palace (Palazzo Te): Beenden Sie Ihren Rundgang mit einem Besuch des Palazzo Te, einem Meisterwerk der Renaissance-Architektur. Der Palast wurde von Giulio Romano entworfen und ist für seine prächtigen Fresken und architektonischen Details bekannt. Er liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, ist aber einen Besuch wert.

    Dieser Rundgang führt Sie durch einige der wichtigsten Gebäude und Plätze von Mantua und gibt Ihnen einen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur der Stadt.

  • 60 Jahre Amitiés Européennes in Bron

    60 Jahre Amitiés Européennes in Bron

    Zu diesem besonderen Jubiläum konnte Ute Bauer, Co-Vorsitzende der Partnerschaftsgruppe Bron-Weingarten, am 11. April unseren Freunden in Bron persönlich gratulieren und auch die Glückwünsche unseres Oberbürgermeisters Clemens Moll überbringen.

    In den vergangenen 60 Jahren wurde gemeinsam gefeiert, sich gegenseitig besucht und viele kulturelle und vor allem schulische Austauschprogramme wurden ins Leben gerufen. Diese Verbundenheit zwischen unseren Städten war nur dank des Engagements der Menschen, vor allem der Frauen, möglich, die diese Beziehungen so intensiv gepflegt haben.

    Gefeiert wurde im „Espace Pestourie” in Bron mit vielen herzlichen Umarmungen, einem reichhaltigen Buffet, Musik und Tanz. Ute Bauer wurde von vielen lieben Bekannten begrüßt, allen voran die Ehrenbürgerin der Stadt Weingarten, Mathilde Cart-Grandjean. Valerie Sartre, die Vorsitzende der Amitiés Européennes, sprach ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aus und freut sich auf die nächsten Jahre, in denen wir unsere Partnerschaft weiter vertiefen und neue Wege finden werden, um unsere Städte noch enger miteinander zu verbinden.

    Text: Ute Bauer

  • Viertägige Fahrt nach Mantua in der Karwoche

    Viertägige Fahrt nach Mantua in der Karwoche

    „Besuche sind der Treibstoff für die Städtepartnerschaft“

    So wie die Mantuaner an Blutfreitag nach Weingarten kommen, reisen die Oberschwaben in der Karwoche oft nach Mantua. Ist doch die Verehrung der Heiligblutreliquie, der Sacri Vasi, dort in die Karfreitagsliturgie integriert.

    So organisierte unser Freundeskreis Mantua in der Karwoche vom 16.4. – 19.4.2025 eine 4-tägige Bürgerreise in die oberitalienische Partnerstadt am Mincio.

    Auf der Hinfahrt machte die Gruppe in Brescia Halt mit seiner beeindruckenden Architektur. In Mantua erwartete die Mitreisenden ein bewegendes Konzert in einer der ältesten Kirchen Mantuas, der Rotonda San Lorenzo. Das Meisterwerk der Renaissance die „Camera degli Sposi“ von Adrea Mantegna wurde genauso besichtigt wie der mittelalterliche Garten auf der Via Carolingia, wo Weingartner Reben als Symbol der Städtepartnerschaft, die seit 1998 besteht, wachsen.

    Bei Begegnungen mit Mantuaner Freunden war man sich einig: „Besuche sind der Treibstoff für die Partnerschaft“, und das Zusammenhalten in Europa in diesen aufgewühlten Zeiten ist wichtiger denn je.

    Zum Empfang beim Mantuaner Bischof, Marco Busca, kam auch der Oberbürgermeister von Weingarten, Clemens Moll und auch sein Vize, Alexander Geiger. Wieder war eine Abordnung von Blutreitern und der Stadtgarde in Weingartens Partnerstadt mit dabei, die die Karfreitagsliturgie bereicherten.

    Die Reise wurde begleitet von dem Historiker Dieter Widmann, der interessante Geschichten zur Reiseroute lieferte.

    Text: Margret Welsch

  • Aperitivo im Schlössle -Vortrag zum 2. Weltkrieg

    Aperitivo im Schlössle -Vortrag zum 2. Weltkrieg

    Vortrag „Zuerst Verbündete, dann Gegner – Italiener und Deutsche vor und im Zweiten Weltkrieg“ 2. Teil: die italienischen Kriegsgefangenen

    Im zweiten Teil der Vortragsreihe hat der Referent Bertram Nold das Thema „ Die italienischen Kriegsgefangenen bzw. Militärinternierten“ aufgegriffen. Die gut besuchte Veranstaltung am 30. Januar 2025 fand wieder im barocken Salon im Schlössle statt.

    Nach einem kurzen Rückblick über die gemeinsame deutsch-italienische Geschichte von 1936 bis 1943 wurde über die italienischen Gastarbeiter, damals Fremdarbeiter genannt, vor und während des Krieges im Deutschen Reich und auch in unserer Region informiert.

    Im Fokus standen aber die italienischen Soldaten, die 1943 nach der Kapitulation der italienischen Regierung von der Wehrmacht gefangen genommen und nach Deutschland als Kriegsgefangene gebracht wurden. Sie wurden kurze Zeit später zu Militärinternierten deklariert, weil Mussolini inzwischen eine Soziale Italienische Republik proklamiert hatte und damit wieder ein Verbündeter Hitlers wurde.

    Das Leben der Italiener in Gefangenenlagern und als Zwangsarbeiter wurde näher aufgezeigt. Dabei wurde auch Bezug genommen zu unserer Region, mit dem Lazarett für italienische Kriegsgefangene in Weingarten, von denen 57 starben und dort beerdigt wurden. Auch auf die vielen Zwangsarbeiter in der Maschinenfabrik Escher-Wyss und der Papierfabrik in Baienfurt wurde hingewiesen. Zudem wurde noch auf die italienischen KZ-Häftlinge eingegangen, die den Goldbacher Stollen bei Überlingen für die großen Rüstungsbetriebe in Friedrichshafen bauen mussten, von denen 116 dabei ihr Leben verloren.

    Den Schluss bildete die Befreiung und Rückkehr dieser Männer in ihre Heimat.

    Text: Bertram Nold

  • Delegation zu Besuch im polnischen Niepołomice

    Delegation zu Besuch im polnischen Niepołomice

    Bertram Nold und Theresa Schliwa vom deutsch-polnischen Freundeskreis sowie Bürgermeister Alexander Geiger und der für Städtepartnerschaften verantwortliche Fachbereichsleiter Rainer Beck bildeten die Delegation, die am letzten Septemberwochenende 2024 ins gut tausend Kilometer entfernte Niepołomice gereist war.

    Dort wurden sie vom neu gewählten Bürgermeister Michal Hebda, seinen beiden Stellvertretern und dem für internationale Kontakte zuständigen Michal Kocur im königlichen Schloss der Stadt herzlich begrüßt. Der Empfang war eingebettet in das Festival Felder des Ruhms“, ein bunter Rückblick auf geschichtsträchtige Ereignisse, mit Hunderten von Akteuren in historischen Uniformen.

    Natürlich ließen es sich die Gastgeber nicht nehmen, den deutschen Gästen die wichtigsten Einrichtungen ihrer Stadt zu zeigen, so unter anderem das Schulzentrum, das Kulturzentrum, das Museum für Phonografie sowie die Sternwarte mit einem angeschlossenen naturwissenschaftlichen und technischen Zentrum speziell für Jugendliche.

    Der wichtigste Punkt auf der Agenda war jedoch der Austausch über eine Vertiefung der freundschaftlichen Verbindung. Beide Seiten stimmten darin überein, dass neben den offiziellen Beziehungen auf Verwaltungsebene auch bürgerschaftliche Kontakte auf breiter Ebene angestrebt werden sollen. So denken die Partner an Begegnungen zwischen Einrichtungen und Vereinen aus den Bereichen Bildung, Sport und Kultur. Auch ein Austausch zwischen den beiden Jugendparlamenten wird angestrebt.

    Text: Rainer Beck Bild:privat

    Gibt es Bilder von dem Festival, die hier veröffentlicht werden könnten?