Altdorfer Landsknechte begeistern wieder in Polen

Mit farbenfrohen Gewändern, Fanfarenklang und viel Herzblut haben die Mitglieder des Altdorfer Landsknechtsfähnleins Weingarten 1525 e.V. beim Festival historischer Gruppen „Fields of Glory 2026“ in Polen für Aufsehen gesorgt.
Dreizehn Mitglieder des Vereins, davon drei Kinder, reisten am letzten Wochenende im September auf Einladung von Michał Hebda, Bürgermeister von Niepołomice zu dem historischen Spektakel – und kehrten mit unvergesslichen Eindrücken zurück. Der Bürgermeister hatte diese Einladung schon beim Besuch zum Blutritt im Mai ausgesprochen. Damit wurden die Kontakte zwischen den beiden Städten weiter vertieft.
Die Reise stellte die Gruppe wieder vor eine Herausforderung: Während elf der Landsknechte per Flugzeug nach Krakau reisten, legten zwei Vereinsmitglieder die lange Strecke mit einem Kleintransporter zurück – darin die umfangreiche Ausrüstung. In Niepołomice wurden sie herzlich von Bürgermeister Michał Hebda empfangen. Der Höhepunkt war dann die Teilnahme am Festival, das militärische Geschichte von der Antike bis ins 21. Jahrhundert abbildete. Die Altdorfer Delegation präsentierte die Landsknecht-Historie und beeindruckte alle Anwesenden durch ihre farbenprächtigen Kostüme und dreistimmigen Fanfarenklänge. Bei der großen Gala zum 20. Jubiläum des Festivals durften Markus Zeh, Tobias und Klaus Schweikhardt mit ihren Businen die Veranstaltung im Schlosshof von Niepołomice eröffnen.
Der Besuch diente nicht nur der historischen Darstellung, sondern auch der Vertiefung der Kontakte zwischen beiden Städten. Bertram Nold, Vorsitzender des deutsch-polnischen Freundeskreises, nutzte die Gelegenheit, um bestehende Kontakte auszubauen und den im Oktober bevorstehenden Austausch zwischen den Jugendgemeinderäten vorzubereiten.
Neben dem offiziellen Programm genossen die Altdorfer die polnische Gastfreundschaft. Ein Besuch im Salzbergwerk von Wieliczka, einem UNESCO-Welterbe, eine Fahrt zum Benediktinerinnen-Kloster in Staniątki und ein Spaziergang in der Altstadt von Krakau rundeten das kulturelle Programm ab.

Foto: Robert Bestynski Text: Bertram Nold